THERAPIE


Je nach Krankheitsbild kann die Osteopathie als eigene oder ergänzend zu schulmedizinischen Therapien angewendet werden. 
Eine Behandlungssitzung dauert ca. 60 Minuten und beinhaltet das Anamnesegespräch, die körperliche Untersuchung und die anschliessende Behandlung. Die Behandlung kann auch bei Kindern ab 6 Jahren von mir durchgeführt werden und dauert ca. 30 Minuten. Der Körper kann nach der osteopathischen Behandlung mit einer Erstverschlimmerung der Symptome reagieren oder alte, ruhende Beschwerden zeigen sich plötzlich.
 Aus osteopathischer Sicht ist dies als positiv zu sehen, da der ausgelöste Prozess dafür sorgt, an die Ursachen zu kommen.



CMD CRANIOMANDIBULÄRE DYSFUNKTION

Damit wird eine Funktionsstörung des Unterkiefers während des Zusammenbiss der Zähne und deren Auswirkungen auf die beteiligten Gelenke und Muskeln bezeichnet.

Eine mögliche Funktionsstörung kann hervorgerufen werden oder sich bemerkbar machen durch:

 

  • Zahn- und Kieferfehlstellungen 
  • nächtliches Zähneknirschen 
  • Zungenfehlfunktionen wie Zungenpressen oder falsches Schlucken 
  • Schmerzen, Knacken, Bewegungseinschränkungen im Kieferbereich 
  • Schmerzen in Nacken, Schultern, Rücken, Kopf, Gesicht, Ohrgeräusche 
  • Beckenschiefstand mit unterschiedlichen Beinlängen 
  • Blockaden in Wirbelsäule, Kreuzdarmbeingelenken 

 

Es treten auch Probleme auf in Körperteilen, welche erst mal von aussen betrachtet nicht mit dem Kausystem in Verbindung stehen. Das durch seine Muskeln, Gelenke und Nerven fein aufeinander abgestimmte System des Kauapparates kann sich erst mal eine Zeit lang den Fehlstellungen im Körper anpassen. Reagiert aber der Körper auf die nicht ausgeglichene Fehlstellung im Kieferbereich mit Veränderungen in seiner Haltung und Statik, werden die Anpassungsgrenzen überschritten und oben genannte Symptome können auftreten.

 

Kieferorthopädische Behandlungen in jedem Alter können sehr gut mit der Osteopathie begleitet werden, um die korrekte Funktion des Kausystems wiederherzustellen.

 

Ein ganzheitlich orientierter Zahnarzt oder Kieferorthopäde kann Fehlstellungen des Kausystems feststellen und mit dem behandelnden Osteopathen deren Einfluss auf den gesamten Halte-und Stützapparat ermitteln. Während der Zahnarzt/ Kieferorthopäde die Korrektur der Kieferfehlstellung durchführt, behandelt der Osteopath die Fehlstellungen im Körper. So kann eine langfristige Besserung der körperlichen Symptome erreicht werden.

 

Weitere Informationen hierzu:

 

 


FASZIEN

Sie sind ein kleines Weltwunder, was uns innerlich zusammenhält.

Der ganze Körper wird von ihnen durchzogen und alle unsere Körperstrukturen werden von ihnen verpackt und durch sie an ihrem Wirkungsort fixiert, sind somit dynamisch miteinander verbunden. Die Faszien sind also an jeder Bewegung unseres Körpers mitbeteiligt, geben ihm seine Form. Während der Bewegungen wird ein reibungsloses Gleiten durch sie ermöglicht.

 

Typische Beispiele sind Sehnen, Bänder, Fettgewebe oder Stützgewebe um die Organe, Gefäße und Muskeln. Es sind kollagene faserige Bindegewebe, ausgestattet mit zirkulierender Flüssigkeit und Abwehrzellen, welche dem körperweiten Netzwerk hydraulische Fähigkeiten verleihen und Abwehraufgaben übernehmen.

 

über Dehnungsrezeptoren in der Faszie werden Veränderungen z.B. in der Stellung und Bewegung eines Gelenkes, eines Organs oder ein Bewegungsmangel wahrgenommen und als Information ans Gehirn übermittelt. Durch die Fehlbelastungen der betroffenen Körperstruktur mit ihrer Faszie können sie nun verkleben, verdicken, sich verhärten, sich zusammenziehen oder es kommt auch zu Mikroverletzungen. Da sie auch Durchgänge für Nerven, Blut- und Lymphgefäße sind, werden diese evtl. komprimiert. Es kann zu Gewebeschwellungen, Bewegungseinschränkungen, Verspannungen kommen und die eingeengten Nerven sorgen für ausstrahlende Schmerzen. Narben, z.B. nach Operationen, sind sehr festes Bindegewebe, welche auch problematische Beschwerden auslösen können.

Eine Bindegewebsschwäche kann überall im Körper vorkommen und auch äußerlich sichtbar sein durch z.B. Elastizitätsverlust der Haut mit Dehnungsstreifen, Cellulite, der Gefässwände mit Krampfaderbildung , Besenreiser und Hämorrhoiden und Hernien. Es kann auch zu Organabsenkungen kommen, da die nachlassende Stützfunktien der Faszien das Organ nicht mehr exakt an ihrem eigentlichen Ort halten können. Werden zu viele Stoffwechselgifte ins Bindegewebe eingelagert, entstehen Verhärtungen wie Myogelosen und Triggerpunkte.

Es gibt eine Vielzahl von Faszientherapien, welche diese Verklebungen wieder lösen können und für ein belastbares flexibles Fasernetz sorgen. Sie selber können auch viel für sich tun:

  • Stärkung des Bindegewebes von außen und innen durch
  • basenreiche Kost und ausreichende Flüssigkeitszufuhr
  • bewegen sie sich so oft wie möglich, übergewicht sollte abgebaut werden
  • Wechselduschen, Bürstenmassagen
  • in der Schüsslersalz -Therapie werden die Nr.1 und Nr.11 eingesetzt
  • für Erholungspausen in Stressphasen sorgen
  • Massagedruck mit Schaumstoffrollen (Faszienrollen)
  • Sportarten bei denen gedehnt wird (Yoga, Tai Chi, Stretching)